Über uns

Die Giessener Montagsdemonstranten sind engagierte und motivierte Menschen, die sich seit geraumer Zeit jeden Montag ab 18 Uhr bei der ‘Drei-Schwätzer’-Skulptur im Giessener Seltersweg treffen.

Dort wird geredet, informiert, kreiert, initiiert.

Mach auch Du mit!!

5 Kommentare

  1. Martin sagte,

    Martin 7.07.2008

    Sicherlich ist es richtig, wenn die Giessener Montagsdemonstranten im Netz vertreten sind.

    Aber bei den ersten – noch spärlichen – Beiträgen kommt mir zu wenig herau, ob die präsentation nur für Interessenten von aussen oder auch für die interne Kommunikation untereinander gedacht ist.

    Sag bitte keiner, dass dies nicht notwendig ist. Ohne hier etwas “in Selbstmitleid zu machen” möchte ich daran erinnern, dass der Vorstoss von Karina und mir mit der Aktion. 347 “voll in die Hose gegangen ist”. Meiner Meinung nach nicht, weil wir am Montagabend zu wenig auf der Gass’ diskutiert haben. Ich habe zig Emails rund geschickt, trotzdem zeigte die Kommunikation deutliche Schwächen.

    Ich denke so ein Internetauftritt wäre auch etwas für die interne Kommunikation, denn eine andere Alternative (wie noch einen politischen Termin oder so etwas in der Richtung) halte ich für noch weniger praktikabel. mw

  2. Thorsten Lux sagte,

    @Martin

    Da sich sonst niemand berufen zu fühlen scheint, antworte ich – zwar erst jetzt, aber doch gerne.

    Du schreibst:

    “(…) kommt mir zu wenig heraus, ob die Präsentation nur für Interessenten von außen oder auch für die interne Kommunikation untereinander gedacht ist.”

    Stimmt, diese beiden Kommunikationswege sind nicht zwingend widersprüchlich und schließen sich gegenseitig bestimmt nicht zwingend aus.

    Außerdem gibt es wohl nichts zu besprechen das nicht jeder erfahren könnte oder erfahren sollte. Im Gegenteil: Wenn mehr Leute von unseren Aktivitäten erfahren würden und auch inhaltlich wüssten was passiert, dann kann uns das ja nur Recht sein.

    Um aber die Übersichtlichkeit nicht zu verlieren, möchte ich vorschlagen die inhaltliche Kommunikation hier zu betreiben, damit die Interessierten, die hoffentlich diese Seite möglichst zahlreich besuchen, sich auf der ersten Seite grundsätzlich informieren können, und- falls gewünscht – sich hier noch einmal darüber informeiren können, dass wir keine “bösen Ruhestörer” sind, sondern “normale” Menschen, mit denen man auch ganz normal kommunizieren kann und soll…

  3. Thorsten Lux sagte,

    Hmm… warum die Seitenprogrammierung das Kennzeichen, dass ich den zitierten Text von Dir gekürzt habe, jetzt zu einem Emotiokon machte, muss ich noch prüfen – könnte ja bei manchen Textbeiträgen echt peinlich werden, wenn da so ein Emotikon drin auftaucht…

  4. Martin sagte,

    Martin Giessen, den 28.11.2008

    Hallo liebe Montagsdemonstranten

    Im Vorgriff auf den nächsten Montag erlaube ich mir mein nächstes “persönliches Flugblatt” hier schon ins Netz zu stellen.

    Ich werde das dann solange montags verteilen bis der Stapel weg ist.

    Ich denke Ihr werdet darüber mit mir einstimmen, dass die ALG-Sache sehr breit gesehen werden sollte. Ich erwähne das bewußt, weil ich mir denken kann, dass der Eine oder Andere meint, das Thema des Flugblattes wäre eher randständig.

    Ich konnte das aus Platzgründen nicht länger im Flugblatt ausführen (meistens heißt es sowieso, dass meine Flugblätter zu lang sind), aber ich bin der Ansicht, dass dieses perverse Denken hinter solchen Ideen und Vorschlägen eigentlich genau unser tieferes Problem ist.

    Wir sind in dieser Gesellschaft offensichtlich überflüssig und deswegen haben wir die Schnauze zu halten, wenn die oder jene Schweinerei mit uns gemacht wird bzw. es zumindest versucht wird.

    mkkG gez. Martin

    >hier fängt das Flugblatt an<

    Denkanstoss von Mensch zu Mensch – kein Flugblatt einer Organisation
    Fundsache im Internet bei Heise – Online / Computerfachzeitung „c’t“, aber dort auch bei „telepolis“ viel Politik

    Organspendepflicht für ALGII-Empfänger?!

    Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29088/1.html / Twister (Bettina Winsemann) 10.11.2008

    Die Forderung des Bayreuther Professors Peter Oberender, Organhandel zu legalisieren, hat nur oberflächlich gesehen nichts mit einer Organspendepflicht zu tun

    “Ein Lebender muss die Chance haben, sein Organ zu verkaufen”, so Peter Oberender, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth, in einem Interview (*). Und er führt auch gleich aus, dass es hier insbesondere um diejenigen geht, die finanziell schlechter gestellt sind.

    Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen – und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.

    Auch wenn hier nicht explizit die Transferleistungempfänger (wie z.B. Bezieher von ALGII) genannt werden, sind die Formulierungen “existenziell bedroht” und “nicht genug Geld hat, um den Lebensinhalt seiner Familie zu finanzieren” entlarvend. Hier kann es einerseits um diejenigen gehen, die sich in prekären Arbeitsverhältnissen befinden, andererseits aber auch um jene, die auf Grund des knapp bemessenen Regelsatzes auf Zusatzeinnahmen angewiesen sind. Beide Formulierungen können also als schönfärberische Umschreibung angesehen werden.

    Professor Oberender, der als Gesundheitsexperte bei verschiedenen Veranstaltungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft aufgetreten ist (die unter anderem mit Schleichwerbung in populären TV-Serien von sich reden machte) sieht den Organhandel als eine Handelsmöglichkeit wie jede andere, die insofern auch völlig legal sein sollte. Auch spricht er von keinem Organspendezwang, das Wort Pflicht kommt in seinen Kommentaren ebenfalls nicht vor. Dennoch würde ein solcher legalisierter Organhandel auf eine solche Organspendepflicht für ALGII-Empfänger hinauslaufen. Dies ergibt sich aus den gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich ALGII. So findet sich auf den offiziellen Seiten der Agentur für Arbeit das Merkblatt für Arbeitssuchende, welches bereits auf den ersten Seiten u.a. betont: Wenn Sie Leistungen erhalten wollen, gehört es zu Ihren Pflichten, dass Sie und alle erwerbsfähigen Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft alle Möglichkeiten nutzen, Ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern bzw. zu beenden und dass Sie aktiv an allen angebotenen Maßnahmen mitwirken. (SGB-II-Merkblatt)

    Die Betonung liegt hier auf “alle Möglichkeiten”, wobei die illegalen Möglichkeiten natürlich ausgenommen sind. Die logische Schlussfolgerung ist also, dass bei einer Legalisierung des Organhandels der Verkauf eines Organs (bzw. dessen Versteigerung, wie von Professor Oberender vorgeschlagen) eine solche Möglichkeit wäre, welche es zu ergreifen gelte.

    2004 bekam ein Spender für eine menschliche Niere im brasilianischen Recife zwischen 3.000 und 6.000 US Dollar. Da das SGBII vorschreibt, dass jegliche Verringerung der Bedürftigkeit unabhängig von ihrer Höhe zu den Pflichten des ALGII-Empfängers gehört, wäre es egal, wie hoch der tatsächlich erzielte Gewinn durch die Versteigerung des Organs bzw. der Organe sein würde. Dies würde natürlich eine Vielzahl von Spendern mit sich bringen, die den Preis drücken. Nicht zuletzt die Angst vor der völligen Streichung der Transferleistung würde die Spender dazu zwingen, auch Dumpingpreise zu verlangen. So waren bereits 2004 junge Leute in Osteuropa bereit, ihre Niere für 2.500 bis 3.000 US Dollar zu verkaufen, während diejenigen, die dringend auf eine geeignete Niere warteten, hierfür bis zu 200.000 US Dollar zahlten. Verfechter des freien Marktes für den Organhandel sehen dieses Problem jedoch lediglich im Grau/Schwarzmarkt begründet.

    * http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/579402 / 4.1.07 (Bin erst jetzt darauf aufmerksam geworden.)

    Der Artikel spricht für sich! Mein Kurzkommentar dazu: Geht es noch perverser?
    Seit Jahren ist zu beobachten, dass immer wieder „Versuchsballons mit schweren Hämmern“ von interessierten Kreisen in der Öffentlichkeit steigen gelassen werden. Bei als heikel angesehenen Fragestellungen wird dann gerne mit der Autorität eines Professors operiert. Regt sich dann kein breiter öffentlicher Widerstand wird nach einer Schamfrist von Wochen bis Jahren (je nach dem) der menschenverachtender Mist durch die Bürokratien und anschließend durch die Parlamenten gejagt.

    Deswegen müssen meines Erachtens die Forderungen lauten:
    Wehret den Anfängen! Keine gesellschaftliche Ausgrenzung von arm gemachten Mitbürgern!
    Wer sich nicht wehrt – lebt verkehrt! Macht kaputt was Euch kaputt macht!
    ViSdhPg: Martin Wagner; Maurer; Vorstadt 18; 35325 Mücke für einem eventuellen Kontakt: Martinkus@gmx.de

    Hier die Quelle im Detail: * http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/579402/

    04.01.2007 Deutschlandradio-Deutschlandfunk: Kultur – Radiofeuilleton: Thema

    Börsenhandel mit Organen?

    Von Susanne Nessler

    Organspenden gegen Geld sollten erlaubt sein.

    Das ist der Standpunkt von Peter Oberender.
    (Professor für Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth)

    Hätten wir in Deutschland kein Transplantationsgesetz, das den Handel mit Körperteilen verbietet, gäbe es mehr Spenderorgane, und somit würden weniger Menschen sterben.

    “Deshalb mein Vorschlag, dass man hier einen regulierten Markt macht für Organe. Es muss ein Lebender die Chance haben, sein Organ zu verkaufen.”

    Das Verbot mit Körperorganen zu handeln, schränkt die Freiheit ein. Und zwar die des potentiellen Verkäufers, argumentiert der Volkswirt. Menschen, die sich in finanziellen Notlagen befinden, sollten das Recht haben, nach klaren gesetzlichen Regeln ihre Organe anzubieten.

    “Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren. So muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.”

    Vor allem Länder wie Indien – in denen heute ein großer Graumarkt für Organspenden existiert – würden von so einem Geschäftmodell profitieren, sagt Peter Oberender. Sie würden höhere Preise erzielen, wenn sie ihre Organe wie bei Warentermingeschäften oder Wertpapierbörsen anbieten könnten.

    Krankenkassen sollen in jedem Fall mit bieten dürfen. Und es müsste eine Versicherung bei jedem Verkauf abgeschlossen werden. Für den Fall, dass ein Mensch, der seine Niere versteigert hat und dessen zweite plötzlich aussetzt, Hilfe erhält.

    Peter Oberender fordert sich in dieser Sache emotional frei zu machen und langfristig das Importverbot für Organe aus Dritt-Welt-Ländern aufzuheben. Andere Modelle wie die Widerspruchslösung, die in Spanien und Österreich gilt, wo jeder Bürger, der im Falle seines Todes kein Organspender sein will, dies in einem offiziellen Dokument erklären muss, hält der Volkswirt zwar für sinnvoll. Nicht aber für ausreichend, um mehr Menschen von der Organspende zu überzeugen.

    “Die Alternative ist, dass wir sagen, es sterben weiterhin drei Menschen pro Tag. Wenn dass mit seinem Gewissen vereinbaren kann, dann lässt man alles beim Alten, tut vielleicht etwas in der Widerspruchslösung und versucht Anreize zu schaffen, da bin ich völlig dafür. Nur ich glaube, dass das nicht reicht, und deshalb müssen wir uns Alternativen überlegen, und versuchen diese Sache etwas zu öffnen.”

  5. Martin sagte,

    Urlaubsgruesse … ja warum eigentlich nicht aus einem Internetcafe in Boca Chico; Dom. Rep. 7.08.09

    Gruesst Euch Ihr ieben Mitstreiter fuer eine Welt ohne Artbeitslosigkeit,
    gruesst Euch Genossen ….

    …… ja warum eigentlichkeine Urlaubsgruesse?

    Mit der Schneckenpost ist das von hier so eine Sache.Da bin ich schon zurueck bevor die da ist.

    Duerfen ueberhaupt Arbeitslose Urlaub machen? Und dann noch soweit weg?

    Natuerlich, da ich kein Hartz -IV beantragt habe, fragt auch kein Schwein danach.

    Dom. Rep. – ich denke die Meisten wissen im Groben ueber meine persoenliche Lage Bescheid und koennen sich zusammen reimen, warum ich hier stecke.

    Ausserdem lasseich mir nicht nur die Sonne auf den Pelz brennen, sondern wir machen auch ein paar Ausfluege umLand und Leute kennen zu lernen.

    Und das Hirn trochnet auch nicht aus: Ich schreibe nebenher einen laengeren Artikel zu dieser Form des Tourismuses (All-Inclusiv). Wer Interesse daran hat soll Bescheid sagen (Martinkus@gmx.de).

    Ubernaechsten Montag bin ich wieder dabei …mit frischem Elan.

    mit klassenkaempferischen Gruessen

    gez. Martin

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